Brummfisch

I fish, therefore I brumm.

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Grand Prix de la Schangsong 2007 - Eurovision!

May 12th, 2007 · 5 Comments

So, die Erdbeerbowle fließt in Strömen, der fake Käseigel hat seine Arbeit aufgenommen, das Buffet ist eröffnet, und wir warten auf die Vorberichterstattung mit Thomas Hermanns. Bisheriger Konsens: Patriotismus hin oder her - wir wollen, dass der olle Herr Cicero mit seiner misogynen Nummer mit der dicken Null hinter und auch vor dem Komma nach Hause kommt.

Wir sehen die “Highlights” aus dem Halbfinale und Roger Cicero, wie er “englisch” spricht, und erinnern uns voll Freude an den guten Alf Poier damals aus Österreich. Kleine Haserln ham weiche Naserln!

Das Wort zum Sonntag. Keine Gesang- und Tanzeinlage wie letztes Jahr die singende Nonne, sondern Sprachunterricht mit einem Pastor, der sich zielgruppengerecht in einen rosa Pullover gewandet hat. Was der Pastor uns mit seinem “Norweger, die spanisch sprechen, Ukrainer, die deutsch sprechen, Letten, die italienisch sprechen” genau sagen will, und warum uns das in die Arme von Jesus treiben würde, ist uns unklar. Aber jetzt geht es gleich los - noch eine Schnitte eingeschoben und die Bewertungslisten bereitgelegt, und dann ab nach Helsinki.

Geht gleich los in die Vollen: Hard Rock Hallelujah von Lordi mit ordentlich PY-RÖ-TESCH-NIK! Fast würden wir wieder für Lordi anrufen, so toll ist das. Peter Urban ist auch wieder mit von der Partie.

Zwei braungebrannte Brathähnchen präsentieren diesen Grand Prix, optisch schon mal deutlich besser als die Gesichtsbaracken vom letzten Jahr. Außerdem heißt der Mann Leppilampi mit Nachnamen, und das ist auch voll toll.

Bosnien-Herzegowina

Langweilige grüngekleidete Elfe mit drögen Background-Frauen schmalzt zum Eingang, dass es einem graut. Auch der rasch auf die Bühne geschobene beturbante Minnesänger kann daran nichts mehr ändern. Das kommt nicht nach nach vorn.

Spanien

Boyband mit Wahnsinns-Choreografie UND trommelnden Miezen mit Cleopatra-Perücke. Uns schwant, dass wir vermutlich Tokio Hotel für den Hauptgewinn hätten hinschicken sollen. Uuuh! Die Spanier haben auch fancy Schrift auf die Bühne projiziert “I HERZ you mi vida”. Das bringt Punkte aus Slovenien. Und Pyrotechnik. Wenn aber auch klein. Naja, das geht eher so in Richtung Platz 17-22.

Weißrussland

Rupert Everett meets James Bond. Der weiße Russe hat eine ganz enge Hose an, das Hemd offen bis zum Bauchnabel und einen Säbelzahntiger um den Hals hhängen. Welche Sprache er benutzt, ist noch unklar … ah, das Wort “EMOSCHON” deutet auf Englisch hin. Auch “MISTERI” ist ganz groß. Währenddessen klettern die Tanzmiezen auf der Wand herum. Das könnte Punkte bei der östlichen Weiblichkeit bringen. UND PYROTECHNIK! Wir vermuten eine gute mittige Platzierung (bis auf F., der bemängelt, dass auf der ausgedruckten Liste Dimitri Schlachmichtot steht, während unter dem Sänger “BELARUS” steht, jaja, kosmopolitisch, das sind wir).

Irland

Einige Leprechauns implodieren spontan, als eine miese Folkband irische Volksweisen malträtiert. Dervisch heißen sie (sind aber nicht so) und wollen uns weismachen, dass wir den Frühling nicht aufhalten können. Leute, wenn er euer Lied hört, bleibt er von selber weg, der Frühling. Da haben wir ja gute Gesellschaft auf den unteren Rängen. Für Irland ist zu hoffen, dass die Großbritannen einen Mitleidspunkt geben - unwahrscheinlich.

Finnland

Homevorteil: Finnische Gabelstaplerin versucht, das Erbe von Lordi anzutreten. Die Marianne-Rosenberg-Goth-Optik ist aber mehr so mau, und das Lied rockig aber wenig ausdrucksstark. Windmaschine statt Pyrotechnik erinnert uns an Evanescence. Auf der Leinwand treiben Arschgeweihe vorbei. F. ist begeistert, die Mädels im Hause winken ab.

Jetzt wieder Bericht aus der Halle. Die Moderatoren haben sich umgezogen und interviewen eine pinke Barbie. Single sei sie, sagt sie, und wäre gerne hier die Moderatorin. Wir spähen nach Step-Trainer S., von dem wir nicht wissen, ob er sich in der Halle aufhält.

Mazedonien

Heiße Schnecke! Kurzes Kleid! Und Lied mit ordentlich Drama - das gibt Punkte in den Ostländern (und bei F., der spontan die Evanescence-Frau vom Thron stürzt). Jetzt, wenn noch Pyrotechnik kommt, ist das Ding schon fast gewonnen. Statt dessen: Windmaschine. Ob die Windmaschine die Trommel dieser Saison ist? Und da ist sie, die Pyrotechnik. Das kann ja mal heiter werden.

Slowenien

Erneute “Evanescence!”-Schreie aus dem Publikum. Diesmal hat man zusätzlich noch einen Vollmond aufgefahren und die Frau in ein Bondage-Kleid gehüllt. U. vermutet, dass sich die Frau gleich in eine Fledermaus verwandeln wird. Das Lied hat einen revolutionären Opern-Charakter und die Frau eine Leuchtehand. Da glühen die Telefonleitungen, das ist ganz weit vorne. Auch D. und U. schunkeln auf der Couch fröhlich mit bei der Königin der Nacht und dem Ultrasonargesang. Bringt die Gläser in Sicherheit! Das muss man erstmal können, das zweigestrichene C. Spontaner Szenenapplaus.

Ungarn

Ambivalentes Kompliment von Peter Urban: Es erwartet uns ein Musikereignis, “wie es noch nie zuvor beim Grand Prix aufgetreten ist”. Das kann man so oder so sehen. Die Frau hat einen Koffer in der Hand, ist angeblich 21, sieht aber aus wie 45. Das Lied ist wie Norah Jones, nur auf Ungarisch. Nein, es ist in Englisch, also genau wie Norah Jones bzw. wie im ARD-Nachtradio auf der Autobahn. Nicht schlecht, aber da fehlt das Drama, das die Massen an die Apparate treibt. So wie bei Max Dingenskirchen damals.

Litauen

The 4Fun ist eine Frau mit vier Schattenmännern, die langweilig wie Juliane Werding auf ihrer Gitarre strummt. Ein Schatten sieht aus wie Karl Valentin. Das macht den Auftritt nicht lustiger. Wir beschließen, dass das weder 4 noch Fun war. Weiter im Text.

Griechenland

Woo hoo! Kreisende Becken, ordentlich Tanzeinlage. Leider kann der kleine Grieche weder tonal singen, noch sieht er gut aus. Er hat auch ein bis drei Augenbrauen (je aus welchem Gesichtswinkel man es betrachtet) und einen Schlabber-Jogginganzug an. Aber er hat Cheerleader dabei, die neckisch hinter ihm hervorgucken. Das macht ihn leider noch nicht zu Ricky Martin (der er offensichtlich gerne sein möchte). Auch die Frauen sehen scheiße aus. Darum zeigt man sie auch nicht besonders oft. Das bringt keine Punkte. Auch die Bändertechnik wird dem “griechischen Dorfproleten” (F.) kein vordere Platzierung einbringen.

Georgien

Auch die 20-jährige Georgierin sieht aus wie Mitte 30 und hat tanzende Derwisch-Kosaken (mit Schwertern) dabei. Das Lied klingt wie generischer Disco-Pop. Wir hören Björk und Madonna raus, und sehen die dicken Männer mit den Schwertern hantieren - das reißt uns nicht von der Couch. Die Halle tobt aber. Hm, hm, hm - ob die Frau schon seit Monaten auf Stimmenfang durch die Republiken war? Das bringt natürlich weit nach vorn.

Schweden

Schweden fackelt nicht lange und fängt gleich mit der Püroteschnik an. Und da! Tokio Hotel sind doch gekommen! The Ark (die offensichtlich jeder außer mir kennt) begeistern mit metrosexuellem Sänger (mit Federboa!) und blinkender Hypno-70er-Jahre-Optik. Das erinnert U. und mich spontan an die Scissor Sisters. Wir notieren die Startnummer. Das muss weit nach vorne.

Und wieder ein Einspieler. Die pinke Frau darf jetzt tatsächlich Dinge moderieren - wir finden sie großartig. Und weiter geht es im Text.

Frankreich

Le Franzose singt auf Englisch (”Ai römömbör”), trägt rosa und schwingt vor sich hin. Keine Ballade diesmal, sondern rosa Punk - der Sänger trägt eine schwarze Fellkatze, der Trommler Engelsflügel. U. ändert spontan ihren ersten Platz, ich zweifle daran, ob die Franzosen damit die Schallmauer knacken können.

Lettland

Man hatte uns die Tenöre aus Lettland, die auf italienisch sinden, ja vorher schon angekündigt. Da sind wir mal gespannt. Oy vey! Die Tenöre tragen Zylinder und Rosen (grade mal, dass sie die nicht zwischen den Zähnen haben). Und einer der Tenöre sieht aus wie Gollum. Ob das das Rezept für den Erfolg ist? Wir vermuten als Zielgruppe die mittelalte Frauen, bis uns auffällt, dass wir inzwischen die mittelalten Frauen sind, und uns nicht angesprochen fühlen. Peter Urban tituliert die Gruppe als “singende Sargträger”, auch das kein Zeichen für hohe Qualität.

Russland

Tatu Serebro sehen aus wie Schulmädchen und sind entgegen der Optik aber nicht die Lesben, die man uns ebenfalls schon angekündigt hat. D. anerkennt, dass man hier immerhin nicht so tut, als würde es bei dem Beitrag um die Musik gehen. Denn singen können die Schneckschen nicht so wirklich (F. hört Bananarama, aber wo er das hört, ist uns unklar). Und für den Erotik-Bonus haben sie dann doch zu wenig an. Aber Thomas Hermanns hat vorher gesagt, es handle sich um Favoriten, und Thomas Hermanns wird schon wissen, wovon er spricht.

Deutschland

Buuh, der Herr Cicero. D. und U. gehen spontan eine Zigarette rauchen, damit sie nicht den Fernseher zertrümmern müssen. J. und F. klatschen schunkelnd mit. Immerhin hat Herr Cicero seinen Namen groß eingeblendet, damit ihn sich vielleicht ein Lette merkt. Ob das hilft? Leider sieht er ja auch nicht besonders gut aus und der weiße knapp sitzende Anzug macht die Sachlage auch nicht besser. Roger knödelt so vor sich hin, und K. findet das Lied “nicht so schlimm wie die Iren”. Na, das macht Mut.

Serbien

Die serbische Lesbe sieht auch aus wie eine - und ein bisschen auch wie Hiro aus “Heroes”. Die anderen Frauen auf der Bühne haben sich die Haare Charlies-Angels-mäßig aufgebrezelt. F. hofft auf eine heiße Show, aber bislang singt man eher brav im Chor. Vielleicht ist aber der Text total revolutionär, den verstehen wir ja nun leider nicht. Hm, mäßig spannend.

Ukraine

Der/die/das ukrainische Beitrag glitzert wie eine Disco-Kugel und hat einen super Text “Ains zwai drai”. Die hatte uns der Pfarrer vorher ja schon als Beitrag zur Völkerverständigung angekündigt. Großartiger Tanz und Gesang mit Akkordeon. Das bringt Punkte, und auch wir sehen das alles ganz weit vorne. Roger Cicero ist schon vergessen.

Großbritannien

“Hoffentlich sind die Engländer wieder schlecht und peinlich” sagt D. noch, und schon geht es los mit dem generischen Stock-Aitkin-Waterman-Rhythmus, gesungen von hässlichen Nasen im Steward(ess) - Outfit. U. mutmaßt, es handle sich um die Vengaboys. Immerhin haben die Frauen die Brüste hochgeschnallt. Ordentlich trashy. Ob das aber im Osten gut ankommt? Wir erinnern uns an ein “DIS-KO”-Lied aus (Serbien?Slowenien?Mazedonien?), das auch mörderviele Punkte bekam…

Rumänien

Die Rumänen sind irgendwie wie die 6 Tenöre, nur singen sie ein Lied, das sich sicher super anhört, wenn man 27 Vodka getrunken hat “Werf die Gläser an die Wand, Rumänien ist ein schönes Land”! Außerdem sind sie total kosmopolitisch und singen sowohl auf spanisch als auch auf französisch, während sie Sirtaki und Kalinka tanzen. Und Pyrotechnik - wir sind voll dabei und klatschen mit. Jaaa!

Bulgarien

Herr Urban kündigt uns ordentlich Trommelung an - das haben wir bislang doch etwas vermisst. Wau, die Bulgaren haben auch von jeder Trommel auf der Erde eine mitgebracht (inklusive Maultrommel). Und eine Windmaschine. Abgesehen vom Trommel-Rhythmus hört sich das Lied leider an wie Hilferufe im Gebirge: “JIII HIIII”. Das bringt wenige Punkte und schmerzt in den Ohren.

Türkei

Shekerim! Es ist aber nicht der Tarkan zugange, auch wenn man das denken könnte, sondern der Kenan (sicherlich auch ein Vollprofi). Der Kenan sieht leider aus wie Sven Ottke als Kellner im Döner-Restaurant und trägt auch ein entsprechendes Outfit. Als er sich neckisch über die Lippen leckt, kommt uns fast die Erdbeerbowle wieder hoch. “Solche Leute trifft man häufig auf der Ü30-Party” beschreibt D. das Elend der mittelalten Frau treffend. Nee, für den rufen wir nicht an. Das finden nur Türkei-Urlauber gut im Urlaub nach dem 12. Raki.

Armenien

Das erste Mal wird die Nebelmaschine bemüht. Why??? fragt uns Hayko (beachten Sie das Ypsilon) vor einem Baum mit Klopapier behangen. Why? fragen wir uns auch, aber leider verstehen wir das Drama von Hayko nicht so gut, obwohl er offensichtlich Englisch singt. Hayko hat sein Kontingent an 6 Leuten auf der Bühne aber nicht ausgenutzt (vermutlich zählt der Baum als eine Person) und singt öde und schwurbelig. Aber immerhin blutet sein Herz mit Special Effects. Bei uns kommt das so mäßig an.

Moldau

Wir kennen das Land noch als Moldawien, offensichtlich hat man sich umbenannt oder so. TEUFELSGEIGER!! Und eine Evanescence-Frau. Mit Netz-Body. F. notiert gleich eine gute Platzierung, so wie ca. 1000 Finnen und alle Leute, die damals Ruslana gewählt hatten. Ultrasonargesang und Pyrotechnik. Das geht weit nach vorne.

Und jetzt geht es los mit der Stimmenabgabe - bei uns darf jeder mal wählen. Das heißt, wir könnten, wenn unser Telefon funktionieren würde. Wir mutmaßen eine Streikmaßnahme der Deutschen Telekom und weichen aufs Handy aus. Außerdem können wir uns nicht entscheiden, wen wir wählen sollen.

Kurze Showeinlage von Apokalyptika - für die hätten wir gerne angerufen, aber dürfen wir ja jetzt nicht mehr. Aaaaah! Ein Mann ist aus einem Ballong gestiegen und hat eine Leuchtröhre verschluckt! Das ist mal Show. Die Jungs von Apokalyptika headbangen und schrummeln auf dem Cello - wie das gleichzeitig geht, ist uns unklar.

Während der Announcer die Regeln vorliest, gucken wir noch einmal den zu früh von uns gegangenen DJ Bobo und seinen Vampirsong an.

SerbienMontenegro gibt 12 Punkte an die serbischen Lesben.

Eine weißrussische Barbie haucht ins Mikro als gäbe es kein Morgen und vergibt die 12 an WeißRussland.

Von Armenien gehen 12 an Russland. Die Schulmädchen räumen ab.

Auch alle 12 Andorraner dürfen mitstimmen und vergeben ihre douze poing an die Ukraine. Eins, zwei, Polizei!

Österreich gibt uns Punkte! Das war ja noch nie da. Und dann 12 an die Serben. Serbische Lesben wohnen offensichtlich in Österreich.

Bongschour Paris! Yuck! Die Franzosen haben offensichtlich nur mäßigen Geschmack. An den grässlichen schleimigen Türken die 12. Buah!

Dänemark, wie immer, gibt “Heja Sverije nachbarschaftliche 12 Punkte.

Alexis Sorbas aus Griechenland hat finnisch gelernt und verliest seine Punkte. Der Topwert geht an Bulgarien, naja, da hat wohl der Nachbarschaftsbonus auch gezogen, die Trommelei kann es ja nicht gewesen sein.

Spain. Man hält sich an die spanisch singenden Rumänen für die 12.

Eine serbische Tussi gibt die 12 nach Ungarn. Das ist mal überraschend - ah, sie ist in Serbien geboren, die Sängerin.

He, Finnland hat uns einen Punkt gegeben - S. hat offensichtlich aus Helsinki für uns angerufen. Und die 12 gehen an die serbischen Lesben.

Türkei: 12 nach Armenien - der Genozid ist nicht vergeben!

Bosnien / Herzegovina gibt auch die 12 an Serbien, das ist wenig überraschend.

Bei den Portugiesen gehen ordentlich Punkte an Spanien (wer hätte das gedacht), aber auch an die funky Ukrainer 12.

In Albanien steppt offensichtlich der Bär, und auch das Hemd des blassen Moderators hat hässliche orange Streifen. Hier steht man offensichtlich auf Boybands und reicht 12 Punkte an Spanien.

Bukarest gibt Moldau 12 Punkte.

Zypern. Na, da raten wir mal, wo da die Punkte hingehen. Uuuuund bitte: Griechenland. Jaja.

Die kroatische Moderatorin hat offensichtlich den einen oder anderen Wodka konsumiert. Und 12 gehen nach Serbien.

In Slovenien hat man einen wahnsinnigen Eiskunstläufer als Moderator angeheuert. Aber auch der gibt die 12 an Serbien. So, die Balkans sind durch, jetzt gehts an die anderen Länder.

Immerhin die Israelis haben einen schnuckligen Moderator aufgeboten. Und geben 12 nach Weißrussland.

Und jetzt Thomas Hermanns aus Germany. Mit dem lustigen Roger Cicero-Hut. Und 12 Punkten für Türkei im Gepäck, nichts Neues unter der Sonne.

Litauen gibt massich Punkte an Lettland, eh klar. 12 gehen an Georgien, das verwundert den Herrn Urban. Die ersten 12 Punkte je für Georgien. Schön, da freut sich die kleine Georgierin.

Jetzt der Nachbar Norwegen. Die Finnen in der Halle jubeln schon mal. Aber nein, die Norwegen werfen die 12 nach Schweden rüber.

Schweiz. 7 Punkte für uns und wohin 12? Nach Serbien. Ja, jetzt wo der DJ weg ist, rufen nur noch serbische Schweizer an. Oder lesbische Schweizer. Oder so. Herr Urban ist sich da nicht ganz im Klaren.

Eine hässliche Tschechin gibt 12 an die Ukraine. Vielleicht kann die Ukraine doch noch den Anschluss an die Serbierinnen schaffen.

Da, ein knuffeliger schwuler Niederländer! Rasch schiebt er eine kleine schwarze Niederländerin vor, die 12 Punkte an die Türkei vergibt.

In Irland hätten wir Angst vor der Moderatorin uns ihrem strengen Botox-Blick. Und die Iren und ihr Musikgeschmack geben 12 an das Schattenspiel aus Litauen, das bislang auf dem letzten Platz gedümpelt war. Jetzt bleibt leider der letzte Platz für Irland - ob das so gedacht war?

Jetzt Malta. Whoa! 12 an England. Jaja, so kann es gehen, das sind vermutlich auch die Expats.

Estland. Da wohnen viele Russen, und die schieben schön die Punkte über die Landesgrenze.

Georgien. Aha, 10 Punkte an die Ukraine, vielleicht geht da noch was. Und 12 an Armenien, “da ist man sehr ähnlich im Geschmack” sagt Herr Urban trocken.

Nun die Bulgaren. 12 Punkte an den griechischen Nachbarn. Offensichtlich hat man die Landnahme inzwischen wieder verziehen, wo Mazedonien jetzt ein eigenes Land ist.

Björn Borg liest die Punkte aus Schweden vor. Zumindest sieht er aus wie ein Björn, wenn auch nicht wie ein Borg. Und gastgeberfreundlich wie sie sind, die Schweden, gehen die Punkte nach Finnland.

Die Ukraine. War die nicht schon mal? Langsam haben wir ein Gefühl von déja vù. Weißrussland bekommt die 12 Punkte.

Die russische Moderatorin trägt ein Kleid aus Klarsichtfolie, und gibt retroaktiv den Weißrussen ihre 12 Punkte wieder zurück.

Irgend wann einmal müssen die Länder doch aufhören! Aber nein, Lettland kommt erst mal. Ein kleiner Babylette versucht, Stimmung zu machen und gibt 12 an die Ukraine.

Um Gottes Willen, Island darf auch mitwählen. Das hübsche isländische Schnecksche (”Ob die wohl Telefon hat?”) gibt 12 an Finnland.

Polen hat einen nüchternen Nachrichtensprecher. In Farbe UND BUNT. Die 12 aus Polen gehen an die Ukraine. Der Abstand wird knapper.

Der moldawische Vorleser steht vor einer Fototapete aus New York und gibt die 12 Punkte an den Nachbarn Rumänien.

Nun die Briten, die haben ja offensichtlich keinen Geschmack, das sieht man ja an ihrem Beitrag ganz deutlich. 12 Punkte nach Türkei, die Iren gehen wie immer leer aus. Arme kleine Iren, noch nicht mal vom Nachbarn.

Die mazedonische Frau hat letztes Jahr mitgesungen, sagt sie, aber das interessiert uns nicht, wir warten auf die Punkte. 12 nach…Serbien, das müsste der Sieg für die Lesben sein.

Aber erst müssen noch die Ungarn stimmen. Na, die 12 Punkte an Serbien, die hätten sie sich jetzt auch sparen können.

Das war’s. Aber wie D. so recht sagt: Eigentlich ist es ja auch egal, wer gewinnt, Hauptsache wir sehen viele schräge Gesänge. Obwohl wir schon gern “Eins, zwei, Polizei” auf Platz eins gesehen hätten. Gehabt euch wohl und wir trinken jetzt den Rest der Erdbeerbowle: Sieben acht, und gute Nacht!

Und zum Abschluss hier noch ein Bild von unserem kleinen fake Käseigel / aka Obstigel:

Obstigel

Tags: Gelaber

5 responses so far ↓

  • 1 huhniverse // May 13, 2007 at 11:09 am

    Aaaaaah, Hardrock halleluja, jotseidank gibt’s beim Brummfisch wieder Grongpriiiih-Berichterstattung. Das macht das Grauen des vergangenen Abends doch noch erträglicher, im Nachhinein. Sieben Sieben alulu! Hat jemand zufällig noch mitbekommen, was die unvermeidliche Ueckersche nun eigentlich getippt hatte?

  • 2 einmon // May 13, 2007 at 6:06 pm

    Die Ueckerin hatte auf die Ukraine als Siegertitel getippt, die siegreichen Serbierinnen auf dem zweiten Platz vermutet, und sich nur mit dem Tipp für den dritten Platz richtig verhauen, nämlich die lettischen Tenöre, die ja unter ferner liefen abgeschlagen landeten.

  • 3 liane // May 13, 2007 at 7:53 pm

    das huhn *hüpf* jöh das huhniversum lebt!!!
    samma alte, da steht immer noch das extrem-fasten aus *erinner* - also wie isses?

    übrigens fand ich ja, dass die ukraine-dingers aussahen wie umpa lumpas, oder war ich da nur schon zu müde, weil kurz danach schlief ich nämlich ein *schnarch*

  • 4 liane // May 13, 2007 at 7:55 pm

    ach und der fake-käseigel hätte sich zu vorgenannten hervorragend als kopfbedeckung geeignet…

  • 5 86Russell // Jul 20, 2017 at 2:42 pm

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