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	<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 13:13:01 +0000</pubDate>
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		<title>RI-SI-KO</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 13:13:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ha, wer hätte geahnt, dass Karaoke eine Risikosportart ist. Mein Hals tut auch schon ganz schön weh heute.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ha, wer hätte geahnt, dass Karaoke eine <a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/health/article1421249.ece">Risikosportart</a> ist. Mein Hals tut auch schon ganz schön weh heute.</p>
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		<title>Definitionssache</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 17:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Heute informierte man mich auf der Arbeit, dass am Freitag &#8220;Casual Friday&#8221; ist, wir können also uns aus der Schale werfen. Dann allerdings traf ich einen in der Cafeteria, der trug einen Smoking mit Fliege. Ich weiß nicht so recht, ob das noch casual ist.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute informierte man mich auf der Arbeit, dass am Freitag &#8220;Casual Friday&#8221; ist, wir können also uns aus der Schale werfen. Dann allerdings traf ich einen in der Cafeteria, der trug einen Smoking mit Fliege. Ich weiß nicht so recht, ob das noch casual ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Competition</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 19:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit wir herausgefunden haben, dass die Karaoke-Maschine uns Wettbewerbe singen lässt, indem sie wild per Zufallsprinzip Songs aussucht, sind wir für andere Freizeitaktivitäten nicht mehr zu haben, und singen wild und völlig ohne Kenntnis von Text und / oder Melodie schöne Lieder wie das Trucker-Lied vom &#8220;Teddy Bear&#8221; oder &#8220;Crazy little old lady from Pasadena&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit wir herausgefunden haben, dass die Karaoke-Maschine uns Wettbewerbe singen lässt, indem sie wild per Zufallsprinzip Songs aussucht, sind wir für andere Freizeitaktivitäten nicht mehr zu haben, und singen wild und völlig ohne Kenntnis von Text und / oder Melodie schöne Lieder wie das Trucker-Lied vom &#8220;Teddy Bear&#8221; oder &#8220;Crazy little old lady from Pasadena&#8221; oder was schönes von Queensryche (damals in den 80ern hatte man da noch Ü-Tüpfelchen irgendwo druff).</p>
<p>Ansonsten meete ich in Meetings, in denen man beschließt, was auf anderen Meetings vorgetragen wird. Oder was auch nicht. Zwischendrin tue ich Termine in mein Outlook für neue Meetings. Kann man ja nie genug haben. Heute musste ich schon zwei absagen.</p>
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		<title>Neues von der arbeitenden Front</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 16:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Observationen bezüglich des neuen Arbeitsplatzes:
- Auf den &#8220;Best Dressed Award&#8221; muss ich noch eine Weile warten und/oder flugs einkaufen gehen, aber das Kleid und die Perlenkette sowie die Hochsteckfrisur der Office Assistance sind schon schwer zu übertreffen.
- Klimatisiertes Großraumbüro ist sackkalt: &#8220;stylisher Schal&#8221; auf die Einkaufsliste schreiben.
- Mehr Sport treiben ist angesagt - auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Observationen bezüglich des neuen Arbeitsplatzes:</p>
<p>- Auf den &#8220;Best Dressed Award&#8221; muss ich noch eine Weile warten und/oder flugs einkaufen gehen, aber das Kleid und die Perlenkette sowie die Hochsteckfrisur der Office Assistance sind schon schwer zu übertreffen.</p>
<p>- Klimatisiertes Großraumbüro ist sackkalt: &#8220;stylisher Schal&#8221; auf die Einkaufsliste schreiben.</p>
<p>- Mehr Sport treiben ist angesagt - auf dem Kantinenplan ist vermerkt, was man davon tunlichst nicht essen soll, wenn man nicht fett werden will. Damit man auch weiterhin in den schicken Gucci-Anzug passt.</p>
<p>- KLEINE EKELKAFFEEMASCHINE ACK</p>
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		<title>Morgen, Kinder</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 22:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen also geht der Ernst des Lebens wieder los, nur an anderer Stelle - na, da werde ich erst einmal ordentlich herumirren im Haus und keine Ahnung haben von nix. Aber ich habe schon drei bis sieben Termine, insofern werde ich mich schon zu beschäftigen wissen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen also geht der Ernst des Lebens wieder los, nur an anderer Stelle - na, da werde ich erst einmal ordentlich herumirren im Haus und keine Ahnung haben von nix. Aber ich habe schon drei bis sieben Termine, insofern werde ich mich schon zu beschäftigen wissen.</p>
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		<title>Singe, wem &#8230; (part 2)</title>
		<link>http://www.fischmix.com/brummfisch/2008/06/28/singe-wem-part-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 17:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge der allgemeinen Japan-Nachbereitung haben Frau S. und ich uns dieses wunderbare Karaoke-Gerät erworben, und bereits die Nachbarn von Frau C. und Frau U. mit fröhlichem Trällern den ganzen Nachmittag erfreut.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der allgemeinen Japan-Nachbereitung haben Frau S. und ich uns <a href="http://www.magic-sing.de/">dieses wunderbare Karaoke-Gerät</a> erworben, und bereits die Nachbarn von Frau C. und Frau U. mit fröhlichem Trällern den ganzen Nachmittag erfreut.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie ein Scheich</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 08:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern bekam ich meine finale Gehaltsabrechnung, und
a) weiß man, dass man zu viel gearbeitet und zu wenig Urlaub gemacht hat, wenn mit Urlaubsvergütung und Überstundenausbezahlung das Gehalt in den fünfstelligen Bereich geht, und
b) hofft man, dass die Rente total sicher ist, sowie die Autobahnen schön frisch geteert werden, wenn von dem Betrag am Ende nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bekam ich meine finale Gehaltsabrechnung, und</p>
<p>a) weiß man, dass man zu viel gearbeitet und zu wenig Urlaub gemacht hat, wenn mit Urlaubsvergütung und Überstundenausbezahlung das Gehalt in den fünfstelligen Bereich geht, und</p>
<p>b) hofft man, dass die Rente total sicher ist, sowie die Autobahnen schön frisch geteert werden, wenn von dem Betrag am Ende nach Abzug aller Steuern ungefähr zwei Euro fuffzich übrig bleiben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Back in Action</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 05:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Eureka, mit der tatkräftigen Hilfe von Webmaster Marco habe ich den Brummfisch wieder zum Laufen gebracht, wenngleich ich auch das Template nicht editieren kann, weil ich ein Berechtigungs-Vergebungs-Loser bin.
Mich verwundert sowas immer, wenn Dinge, an denen man nix getan hat, von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktionieren. Aber Bill Gates ist sicher an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eureka, mit der tatkräftigen Hilfe von Webmaster Marco habe ich den Brummfisch wieder zum Laufen gebracht, wenngleich ich auch das Template nicht editieren kann, weil ich ein Berechtigungs-Vergebungs-Loser bin.</p>
<p>Mich verwundert sowas immer, wenn Dinge, an denen man nix getan hat, von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktionieren. Aber Bill Gates ist sicher an allem schuld. Falls sowas nochmal passiert, hier für alle die Adresse von meinem kleinen URALTESTEN BLOG WO GIBT: <a href="http://einmon.blogspot.com">Blog, Schmog</a>.</p>
<p>Jedenfalls habe ich meine Japan-Erlebnisse vom Interims-Blog hierher transferiert, und <a href="http://www.flickr.com/photos/42796565@N00/sets/72157605713552702/">hier ist nochmal der Link zu den Fotos</a>.</p>
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		<title>Tokyo, 19.6. - Onsen ist Unsinn</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 05:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, ist es nicht, aber das war so ein schöner Titel. Da bin ich wieder, um von meiner Onsen-Erfahrung zu berichten. Gestern fuhr ich also mit dem Zug ins schöne Hakone-Gebiet, welches bergig und vulkanig ist und deshalb unter anderem auch heiße Quellen beherbergt, und somit auch Onsens, wo man schön heiß baden kann. Dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, ist es nicht, aber das war so ein schöner Titel. Da bin ich wieder, um von meiner Onsen-Erfahrung zu berichten. Gestern fuhr ich also mit dem Zug ins schöne Hakone-Gebiet, welches bergig und vulkanig ist und deshalb unter anderem auch heiße Quellen beherbergt, und somit auch Onsens, wo man schön heiß baden kann. Dort hatte ich mich im besten Hotel am Platze eingemietet, dem Fujiya-Hotel (so benannt, weil man von da aus prima den Fuji sehen kann). Das hat nämlich unter der Woche einen total billigen Special Tarif in US-$ nur für Ausländer, den ich in Anspruch nahm.</p>
<p>Zuerst machte ich aber mal die obligatorische Sightseeing-Tour durch das Gebiet. Erst fuhr man mit einer nostalgischen Bahn den Berg hoch. Irgendwie hatte ich ein komisches Déja-vu, wusste aber nicht warum, bis ich dann das Bronze-Schild sah: &#8220;Wir sind verbrüdert mit der Rhätischen Bahn&#8221; - und mit der war ich ja mal nach Livigno gefahren, man erinnert sich, das war also dat gleiche Modell. Die Bahn brauchte ewig den Berg hoch, weil sie ständig die Richtung wechseln musste über Wendeschleifen, es konnte aber nur der eine Bahnfahrer den Berg hoch, der andere nur den Berg runterfahren, deshalb mussten die beiden auch immer zwischen den Zugenden wechseln. Das dauerte. Der eine Bahnfahrer (bergauf) war ziemlich gutaussehend und ich dachte mir, hm, die Grenze zwischen J-Pop und Bahnfahrer ist offensichtlich fließend, je nachdem ob dich deine Mutter mit 2 Jahren beim Ballett angemeldet hat oder nicht.</p>
<p>Dann fuhr man mit einer Seilbahn den Berg weiter hoch zu den Schwefelquellen. Da machten ich und alle Japaner in der Gondel das erste &#8220;Hier wäre der Fuji zu sehen, wenn es nicht wolkig wäre&#8221;-Bild. Bei den Schwefelquellen (die mich schwer an Island erinnerten) gibt es die Tradition, dass man schwarze Eier isst, die mittels der Quelle gekocht wurden. Der Sage nach bringt einem jedes Ei 6 zusätzliche Jahre. Alle Japaner, die da waren, werden sicher steinalt, denn die mampften die Eier, als gäbe es kein Morgen. Nachdem die Quelle aber übel müffelte, war so ziemlich das Letzte, was ich essen wollte, ein Ei bzw. gar mehrere davon, und deshalb verzichtete ich gern auf 42 weitere Jahre im Altersheim. Ja, das sage ich jetzt, aber wenn ich dann mit 81 ungern tot beim Breichen lutschen aus dem Rollstuhl kippe, könnt ihr mich gerne an die die mangelnde Ei-Versorgung erinnern und dass ich selber schuld bin.</p>
<p>Anschließend ging es mit Piratenschiffen (! - ??) über den Vulkansee und wir machten alle ein zweites Fuji-Wolken-Foto. Danach guckte ich einen Nachbau eines Wachpostens an, der im hmpften (habich vergessen) Jahrhundert verhindern sollte, dass Frauen aus dem alten Edo flohen. Weiß nicht, warum die da nicht sein wollten, vermutlich hatten sie aber einen guten Grund, so wie man die japanischen Männer kennt. Immerhin erleuchtete es mir den Teil des Matsumoto-Films näher (puh! zum Glück!), wo die Prinzessin beim Wachposten behauptet, sie sei der Bruder von dem anderen, da hatte ich mich nämlich gefragt, warum das Thema &#8220;Frau oder nicht Frau&#8221; so detailliert ausdiskutiert wird.</p>
<p>Im Anschluss verlief ich mich prompt im Wald und eierte (no pun intended) am See umher, ohne den Schrein zu finden, nach dem ich eigentlich aus war. Dann taten aber mir meine Füße weh, und ich ließ den Schrein Schrein sein, und beschloss, zum Hotel zu fahren, das hatte ja auch ein Onsen, und so ein heißes Bad erschien mir äußerst erstrebenswert.</p>
<p>Das beste Hotel am Platze war schon was in die Jahre gekommen - da waren früher mal Kaisers und Königs gern zu Gast, aber vermutlich hat das Hause schon seit einiger Zeit keinen königlichen Fuß mehr gesehen. Jetzt gemahnte es so ein bisschen an das Overlook-Hotel aus &#8220;Shining&#8221;, ein Eindruck, der nicht dadurch gemildert wurde, dass ständig und überall eine 20er Jahre CD lief, mit so Liedern darauf, die sich anhören, als würden sie durch ein Grammophon kommen.</p>
<p>Aber das Personal war äußerst freundlich und das Zimmer geräumig, ich breitete mich also nobel mit meiner Hotel-Yukata bekleidet auf 2 Betten aus und machte mir erst einmal einen grünen Tee aus der dort befindlichen Maschine. Anschließend ging ich ins Onsen, was leider nicht draußen war und mit Affen, aber immerhin hatte das Hotel sogar heißes Quellwasser zum in die eigene Badewanne laufen lassen und Privat-Onsen veranstalten. Aber ich war ja nun im öffentlichen Onsen und entspannte mich da dennoch in der heißen Wanne, das ist ja immer gut.</p>
<p>Nobel wie ich war, hatte ich dann ein spezifisch japanisches Kaiseki-Dinner gebucht (wie bei Kaisers, und in desselbigen Sommerhaus). Sowas wollte ich schon immer mal ausprobieren, da hieß es, werden einem kleine, hübsch angerichtete Häppchen serviert. Aber whoa! Das war ganz schön hart. Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Japaner alles essen, was bei 3 nicht &#8230;etc. Und das wurde mir alles nun (schön in kleinen Häppchen, wohl wahr) serviert. Das Menü hatte gefühlte 100 Gänge, und ich stellte mir bei jedem vor, was Frau S. wohl dazu sagen würde (Oy vey!). Achtung. Wer gerade isst, sollte die nächsten Abschnitte lieber bleiben lassen und nicht lesen.</p>
<p>Beim ersten Gang war ich noch froh, da gab es kleine Röllchen mit diversem Zeugs drin, wie kleine Sushi. Aber schon in der darauf folgenden Suppe schwamm ein äußerst fischiger Seeigel, der mit einem blau-rosa Teig umgeben war. Uuh! Anschließend gab es Sashimi. Eins war OK und Thunfisch, das andere war ein quietschig-fettiger Tintenfisch (retrospektiv war ich froh, seinen kleinen platten Bruder am Strand verschmäht zu haben) und über einem war etwas, das sah aus und schmeckte wie zermatschte Fisch-Innereien. Gut, dass ich ein Bier bestellt hatte, da nahm ich zwischendurch große Schlucke, um mir Mut anzutrinken (und den fischigen Geschmack loszuwerden).</p>
<p>Anschließend gab es gegrillten Aal und irgendeinen anderen Fisch mit dicker Haut noch dran. Uah! Den Gang in der Mitte fand ich nicht so schlimm, da gab es eine Art Fischfondue, das man selber anrühren musste, mit Gemüse, und Nudeln - und mit einem dicken Stück (???) Ich piekte mit meinem Stäbchen hinein, um festzustellen, was es sei, und prompt schloss sich die Piek-Stelle wieder, als ich das Stäbchen herauszog. Es war ziemlich knatschig wie Kaugummi und schmeckte nach nix, und man musste doll kauen, um es essen zu können.</p>
<p>Dann gab es kleine frittierte sachen, und zwar eine frittierte Muschel (hatte ich ja noch nie probiert, und wie sich jetzt herausstellte, mag ich auch tatsächlich keine Muscheln), einen kleinen Fisch mit Schwanz und Kopf (! - AUGEN!!! IIIH!) frittiert, und eine Garnele. Ich fragte mich, wie man so eine Garnele mit Stäbchen isst, und nahm sie dann mit den Händen, brach sie auseinander und alle kleinen Füßchen und die Riesen-Antennen ab (iiiih, kleine Füßchen, IIIIH RIESENANTENNEN), und aß die Garnele innen drin. Dann bekam die Oma am Tisch neben mir den Gang, ich guckte interessierterweise hin, um zu lernen, wie man die Garnele nun mit Stäbchen isst, und die Oma SCHOB DIE GANZE GARNELE IN DEN MUND. Crunch, crunch, crunch, guckte nur noch die Riesenantenne aus dem Oma-Mund. Da nahm ich wieder einen großen Schluck Bier.</p>
<p>Dann gab es was, wo auf der Karte stand &#8220;Vinegared Foods&#8221; - das heißt wohl, dass man Dinge nimmt und sie so lange in Essig einlegt, bis sie ganz gelee-artig sind. Glibberiger Kaviar, glibberiger Schinken, und glibberiger Tofu. Oy. Dann gab es einen Napf Reis mit Bohnen und eine ordinäre Miso-Suppe - vermutlich, falls man nicht satt geworden war von den Häppchen. Da war ich ordentlich froh drum. Mmh, lecker Bohnen. Mmh, Miso-Suppe. Zum Abschluss war mir &#8220;Mandelcreme&#8221; angekündigt, aber die Mandelcreme hatte ungefähr die Konsistenz von einem Frühstücks-Eiweiß, das nicht ganz durchgekocht ist, und ich hielt mich lieber an die beigelegten Früchte, zu dem Zeitpunkt war mir schon etwas flau im Magen.</p>
<p>Als ich mit Essen fertig war, musste ich erst einmal in die hoteleigene Bar wanken und mir einen ordentlichen Sake einschenken lassen - kein Wunder, dass die Japaner Sake trinken, irgendwie muss man den Magen nach dem Essen ja wieder auf die Reihe kriegen. Puh! Immerhin war mir noch am nächsten Tag so flau im Magen, dass ich nicht frühstücken mochte, und so hatte man das Geld für das Essen wieder halbwegs drin.</p>
<p>Morgens begegnete mir noch eine kleine alte japanische Oma im Aufzug, die völlig verwirrt auf den Flur starrte, und als ich sie radebrechend informierte, wir seien im 4. Stockwerk, war sie total entzückt von meinem Japanisch und murmelte die ganze Aufzugfahrt über &#8220;Nee, nee, Japanisch&#8221; (sie war ca. halb so groß wie ich - kleine japanische Omis sind niedlich, wenn sie keine Garnelen essen).</p>
<p>Dann fuhr ich das Hakone-Open-Air-Museum besichtigen, das war toll, und sollte man sich auf jeden Fall anschauen, wenn man schon mal da ist. Lauter Skulpturen von Picasso und Miró und Henry Moore in einem riesig großen, schön angelegten Park, in dem man lang spazieren konnte und gucken, was ich auch tat. Und ganz hinten war ein heißes Fußbad, um sich zu erholen, wenn man schon lange herumgelaufen war. Das war eine prima Idee, und nachdem ich meine Füße gebadet hatte, war ich auch schon wieder ganz vergnüglich gestimmt für die Heimreise.</p>
<p>Wieder in Tokio angekommen, bestellte ich mir fröhlich am Automaten Soba-Nudeln und ein kleines Curry, da weiß man, was man kriegt. Anschließend ging ich tatsächlich in eine Pachinko-Halle, aber die ist innen noch viel lauter als man von draußen vermutet. Drinnen saßen ca. 1000 Leute, die alle rauchten und die Kugeln in die Automaten schütteten - fand ich jetzt nicht so erstrebenswert, insbesondere, da mein Geld eh zur Neige ging (tut es ja erfahrungsgemäß immer 2 Tage vor Ablauf des Urlaubs, so dass man nicht weiß, wie viel man beim Automaten abheben soll).</p>
<p>Ich investierte mein Geld also lieber in einen gepflegten Karaoke-Abend, und nachdem ich festgestellt hatte, dass unter all den Fake-Karaoke-Videos sogar ein Original-Video zu finden war, nämlich dieses hier, war ich hochbeglückt - ist doch schön, wenn man auch optisch was vom Karaoke hat, nicht immer nur diese komisch-blassen Leute, die eine Mall entlang wandern (so sehen alle Fake-Videos irgendwie aus). Und wer sieht nicht gern den Herrn Yamashita, wie er Leute zusammenschlägt? (jetzt bitte nicht alle auf einmal HIER und UM GOTTES WILLEN MACH DIE MUSIK LEISER schreien, Mensch, ihr Banausen alle). Ich versang also den Abend mit einem Moscow Mule (hallo, Frau S.), dem Herrn Yamashita und der Senorita, wunderbar. Der Herr Yamashita hat übrigens auch noch ein Lied mit &#8220;Amigo&#8221; drin, der ist total multikulturell veranlagt. Aber dieses war a) auch ein Fake-Video und b) bin ich da nicht so textsicher - hahaha, als ob es wen interessiert, also hauptsächlich a). Ich glaube, morgen gehe ich direkt noch einmal zum Karaoke, und warum? WEIL ICH ES KANN. Und weil es diese prima Form der Unterhaltung ja bei uns nicht gibt.</p>
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		<title>Tokyo, 17.6. - Sonne und Strand</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 05:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>einmon</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gelaber]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der Wettermann gestern beharrlich auf die große Sonne über Japan deutete, war mir etwas mulmig, dass doch der Regenschauer über uns hereinbrechen würde, aber ich hielt eisern an meinen Plänen fest und fuhr an den Strand. Und zwar nach Enoshima, wo Surfstrand sowie Sightseeinginsel geboten ist.
Ich ging erst einmal über eine Brücke zur Sightseeinginsel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Wettermann gestern beharrlich auf die große Sonne über Japan deutete, war mir etwas mulmig, dass doch der Regenschauer über uns hereinbrechen würde, aber ich hielt eisern an meinen Plänen fest und fuhr an den Strand. Und zwar nach Enoshima, wo Surfstrand sowie Sightseeinginsel geboten ist.</p>
<p>Ich ging erst einmal über eine Brücke zur Sightseeinginsel. Auf der Brücke hatte man vorsichtshalber Schilder angebracht, wenn es Erdbeben und demzufolge Tsunami geben würde, solle man sich doch bitte von der Insel entfernen und ein hohes Gelände aufsuchen. Danke für den Tipp! Weiter hinten war auch noch ein Schild, dem man entnehmen konnte, wo denn hohes, Tsunami-geeignetes Gelände sei. Nachdem die See aber einstweilen ruhig schien, ging ich weiter zur Insel.</p>
<p>Auf der Insel war ein ziemlich hoher Berg mit mehreren Sights. Damit einem die Füße nicht wehtun, kann man auch mit einer Rolltreppe hochfahren, die was kostet. Ich als 1a Bergsteiger dachte mir, dass ich sowas nicht brauche, und stieg also die ca. 3 Milliarden Stufen empor. Auf dem Weg nach oben hinten gab es dann mehrere Tempel, einen mit einer nackigen Göttin drin, die einzige nackige Göttin in ganz Japan, wie mein Reiseführer sagt, sowie einen mit einer Schildkröte, die einen immer anschaut, egal von welcher Richtung man sie anguckt. Am Göttin-Schrein orakelte ich wieder (&#8221;Good Fortune&#8221;!). Außerdem gibt es auf der Insel eine Glocke, wenn man die läutet und ein Vorhängeschloss da an den Zaun macht, geht die Beziehung nie auseinander. Ja, das brauchte ich denn nicht, und so stieg ich lieber noch auf den Aussichtsturm, den man oben aufgestellt hatte. In die Höhlen am anderen Ende ging ich nicht, Höhlen sind mir eh ein wenig unheimlich, und der Gedanke an Tsunami und Erdbeben machte mir die Höhlen nicht beliebter.</p>
<p>Statt dessen stieg ich wieder über den Berg und wollte dann eigentlich in einem Shop ein kleines Lunchpaket erwerben (O-Bento), was ich dann am Strand zu essen gedachte. Aber als ich am Strand ankam, war der saudreckig - weil off-Season, hatte da keiner saubergemacht. Ungewöhnlich für Japan, wo doch sonst alles ordentlich ist! Zudem waren mir auf dem Weg weitere Schilder aufgefallen &#8220;Aufgepasst, die Falken&#8221;, und ich wunderte mich darüber, bis ich am Strand ankam, wo einer gerade eine Pizza auspackte. WHOA! 3 Milliarden Falken stürzten sich auf ihn und rissen ihm die Pizza aus der Hand. Es war ein bisschen wie &#8220;Die Vögel&#8221;. Ich strich also die Idee wieder, denn die Falken kreisten mit den sprichwörtlichen Adleraugen über dem Strand, und ab und zu ließ sich einer drohend fallen, damit wir nicht vergessen, was Sache ist.</p>
<p>Auf der Suche nach etwas zu essen schlappte ich also zurück zur Sightseeing-Insel (diesmal nahm ich fußschmerzenderweise die Rolltreppe). Es war inzwischen tatsächlich ziemlich sonnig, was für meinen Sonnenbrand, der gerade am Abklingen war, gar nicht so zuträglich war, wie es hätte sein können. Daher verhüllte ich mich dann wie die Japaner in diverse Jacken und Tücher, aber ich fürchte, ich habe eine hummerähnliche Farbe angenommen.</p>
<p>Und das ist in Japan gar nicht so ungefährlich, weil die Japaner ja alles essen, was im Meer bei 3<br />
nicht schnell genug aus dem Netz ist. Vor allem, weil ich dann auf den kleinen Fischmarkt unten an der Insel ging, da kann man jegliches Krabbelzeug auch besichtigen, bevor es in die Pfanne geworfen wird. Was weniger als 4 Arme hat, wird vermutlich gar nicht als Nahrungsmittel in<br />
Erwägung gezogen, schien mir da.</p>
<p>Die besondere Spezialität in Enoshima ist übrigens &#8230; äh&#8230;es hat ein S vorn dran und ein Tako, was heißt Tintenfisch, den Rest habe ich vergessen. Es funktioniert jedenfalls so: Man nimmt einen Tintenfisch, der sieht zunächst aus wie so ein Tintenfisch halt aussieht. 8 Arme und oben dran so ein dreieckiger labbriger Lappen. Den wirft man in eine Art Teig / Soße (?) - jedenfalls ist Soja drin. Dann wird der Tintenfisch zwischen zwei heiße Platten geworfen und diese SO FEST ZUGESCHRAUBT wie geht. Nach ca. 3 Minuten holt man das Endresultat heraus, und das sieht überhaupt nicht mehr tintenfischähnlich aus, sondern ist ganz platt und crunchy - ein bisschen wie eine fischige Oblate. Ich stand eine Weile vor dem Stand und überlegte, ob ich einen essen soll, aber mir wurde schon vom Frittiergeruch etwas flau im Magen und ich entschied mich anders.</p>
<p>Statt dessen probierte ich erst einmal Kroketten, die aussahen wie ein großes Chicken McNugget, aber weder Chicken noch ausnahmsweise Fisch involvierten, sondern eine Art frittierter und panierter Gemüsebrei waren. Und dann kaufte ich noch Dango, das sind Reisbällchen auf einem Schaschlikspieß, auf die man auch diverse Soßen schmieren kann, in meinem Fall aß ich die mit Sojasoße. Die waren ganz lecker, kann man also empfehlen.</p>
<p>Dann fühlte ich mich wieder frisch und fuhr zurück nach Tokio - SHIBUYA! Da wollte ich mal ins Kaufhaus &#8220;Shibuya 109&#8243;, an dem war ich nämlich bisher vorbeigegangen, und hatte aber wo gelesen, das sei ein Erlebnis, und man würde da drin voll taub werden, und die Verkäuferinnen seien alle Bitches. Und das war mal nicht gelogen. WAHNSINN WAS WAR DAS LAAAAAUT da drin. 1000e von Mini-Shops, so ähnlich wie in einer Mall, und AUS JEDEM EIN ANDERER TECHNOSOUND nznznz düdelüdelüüüüü. Und die Verkäuferinnen, hoy, alle vom japanischen Hasenbergl. Schön den fake Tan aufgetragen, die höchsten Schuhe angezogen wo geht, und die eckige Baseball-Cap schief auf der hochtoupierten blondierten Farrah-Fawcett-Gedächtnis-Frise.</p>
<p>Ich hielt es genau 5 Minuten drin aus im 109. Dann musste ich die Flucht ergreifen und meine Nerven im SHIBUYA! Starbucks mit einem Eiskaffee beruhigen. Da darf ich aber nicht mehr hingehen, weil ich dann immer flugs im Untergeschoss vom Tsutaya noch CDs erwerbe, und langsam wird mein Koffer schwer wie Blei, und wenn ich am Zoll angehalten werde, halten die mich für einen CD-Schmuggler.</p>
<p>Aber morgen kaufe ich nix, sondern fahre ins Onsen nach Hakone, und werfe mich mit meinem Sonnenbrand in die heiße Quelle, das wird super. Da werdet ihr aber nichts von mir hören, weil ich meinen Schleppi da nicht mit hintragen werde.</p>
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